yENC
YENC ist noch ein ziemlich junges Kodierungsverfahren. Das Verfahren wurde
von Jürgen Helbing eingeführt. Es ist ein Versuch, die Nachteile und Beschränkungen
der Kodierungen Base64 und UUencode zu beheben.
Da yENC nicht im MIME-Format integriert
ist, ist dieses Verfahren nicht in allen Newsgruppen erwünscht.
Besonders häufig
wird es zum Versenden von sehr
großen Dateien (Videos z. B.) verwendet, da sich im Gegensatz zu Base64
und UUencode die kodierte Datei nur um etwa 1,6% vergrößert..
Der Name yENC kommt daher, weil bei dieser Kodierung alle Schlüsselwörter
mit =y anfangen müssen.
Wie funktioniert yENC:
Zuerst muss erklärt werden, was kritische Zeichen sind: Es handelt sich insbesondere
um das Null-Zeichen, Newline, Carriage Return und Tab mit den ASCII-Werten
0, 10, 13 und 9. Diese kritischen Werte werden von News- und E-Mail-Programmen
als Steuerzeichen benötigt.
Nun zur Kodierung:
Zu einem Zeichen A wird 42 addiert. Aus der Summe wird modulo 256 bestimmt
(= B). Ist B ein kritischer Wert wird zuerst ein = zurückgegeben
und zum Ergebnis 64 addiert und modulo 256 berechnet. Ansonsten wird B in die
Ausgabedatei geschrieben. Das Ganze wird für jedes Byte wiederholt.
Der Inhalt des Kodes wird so auf die gewünschte Zeilenlänge
gebracht, dass kein maskierter Zeichenkode (Bsp.
=H) getrennt wird. Im Zweifelsfall wird ein Zeilenumbruch gemacht.
Es darf keine Zeile mit = enden und muss am Ende in jeder Zeile ein maskiertes
Zeichen enthalten.
Am Zeilenanfang und -ende werden noch einige Zeichen aus Sicherheitsgründen
kodiert. Die kodierten Daten beginnen in der Kopfzeile mit =ybegin und enden
in der Fußzeile mit =yend. Für die Fehlerkennung gibt es in der
Fußzeile
noch eine Prüfsumme (CRC - Anhängen von Prüfbits an Daten, um
Störungen einzelner
Bits bei Speicherung und Übertragung von Binärdaten zu erkennen).
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